Standort
1220 Wien
Wettbewerb
06/2022
Geplanter Baubeginn
04/2026
Bruttogeschossfläche o.i.
18.960 m²
Wohnnutzfläche
11.785 m²
Gewerbefläche
1.365 m²
Wohnungen
173
Verantwortlicher Partner
Christian Aulinger
Projektteam
Wettbewerb: Mark Gilbert, Matthias Brandmaier, Claudia Frediani
Ausführung: Hana Frings (Projektleitung), Yosun Sisman, Claudia Frediani, Roman Levoshka
Auftraggeber
Siedlungsunion
Visualisierungen
trans_city
2.Obergeschoß
5.Obergeschoß
Beim Projekt „Süßenbrunner Straße West – Baufeld 0“ handelt es sich um eine multifunktionale Anlage, bestehend aus drei Bauteilen, die 173 geförderte Mietwohnungen, sowie Geschäftsflächen für den Einzelhandel und zwei Mietlokale anbietet. Das Projekt ist Teil des Stadtentwicklungsgebietes „Süßenbrunner Straße West“, in dem entlang der Süßenbrunner Straße auf fünf Baufeldern insgesamt ca. 1.200 Wohnungen, Geschäftsflächen mit gewerbliche und infrastrukturelle Nutzungen, sowie zwei Parks entstehen.
Das südlichste Bearbeitungsfeld des Stadtentwicklungsgebietes Süßenbrunner Straße West (Baufeld 0) bildet den Auftakt der fünf Baufelder des Entwicklungsgebiets, gleichsam das Eintrittstor zum neuen Stadtquartier. Die Kreuzung Oberfeldgasse und Süßenbrunner Straße ist zudem ein neuralgischer Verkehrsknotenpunkt, mit der Station der Straßenbahnlinie 26 und der Buslinie 86A. Dieser Bedeutung im urbanen Kontext folgend, wurde ein Projekt entwickelt, das mit seiner skulpturalen Ausformung und der markanten Abtreppung seiner Fassaden einen außergewöhnlichen und identitätsstiftenden Akzent für das neue Stadtquartier setzt. Durch das Abrücken der Gebäudekante des Hochhauses von der Baufluchtlinie im Süden wird der öffentlich nutzbare Bereich vergrößert, hier wird ein attraktiv ausgestalteter, adressbildender, urbaner Bereich geschaffen, an dem die Passage zum Inneren der Anlage und die Hauptzugänge der Wohnanlage angebunden sind.
Die Terrassierung der Baumassen bewirkt einen sanften, fließenden Übergang von der 9m hohen Trauflinie der Nachbarschaft an der östlichen Seite der Süßenbrunner Straße zu den höheren Neubauten (21m, 33m) im Westen. Die gestaffelte Artikulierung der Baumassen erlaubt es auch, die Volumina in den oberen Geschossen schlanker zu gestalten, wodurch der Schattenwurf auf die Umgebung auf ein Minimum reduziert wird.
Im Erdgeschoss sind großzügig dimensionierte, 3,20m hohe Nischen für Fassadenbegrünung an der Straßen- und Hoffront angeordnet. Diese bodengebundene Fassadenbegrünung kann intensiv mit Kletterpflanzen und Heckensträuchern bepflanzt werden. Sie dient zur attraktiven Ausgestaltung der Fassadenfront des Nahversorgers und wirkt auch gegen die sommerliche Hitzeentwicklung am Gehsteig.
Diese Kombination von Fassadenbegrünung, schattenspendenden Baukronen und der wirksamen Bauplatzdurchlüftung reduziert die sommerliche Überhitzung am Bauplatz in effizienter, dabei natürlicher Art und Weise und liefert so einen wichtigen Beitrag zur Klimareslienz des Quartiers.
Die versetzte und terrassierte Grundrissstruktur der höhen Bauten bildet die Grundlage für die außergewöhnliche
Wohnungssystematik. Die sägezahn-artige Fassadenstruktur der Endfelder erzeugt besonders flächeneffiziente C- und D-Typ Wohnungen, deren Haupträume Fenster zu zwei Seiten erhalten. In den mittleren Feldern befinden sich hauptsächlich flächeneffiziente B-Wohnungen, hier wurde darauf geachtet, dass die Schlafräume so groß dimensioniert sind, dass auch ein Home-Office Platz eingerichtet werden kann.






