Standort
1220 Wien
Wettbewerb
06/2026
Geplanter Baubeginn
12/2028
Bruttogeschossfläche o.i.
10.210 m²
Wohnnutzfläche
7.130 m²
Wohnungen
103
Verantwortlicher Partner
Mark Gilbert
Projektteam
Wettbewerb: Matthias Brandmaier, Markus Albrecht-Steiner, Roman Levoshka, Aleksandar Kyuvliev
Mit dem Siegerprojekt für den Gemeindebau Eibengasse im 22. Wiener Gemeindebezirk entsteht ein zukunftsweisendes Wohngebäude, das nachhaltige Bauweise, hohe Wohnqualität und soziale Vielfalt zu einem ganzheitlichen Konzept verbindet. Das Projekt umfasst 103 geförderte Wohnungen und setzt die städtebaulichen Vorgaben des neuen Quartiers konsequent um. Zwei achtgeschossige Baukörper werden durch einen niedrigeren Mittelteil verbunden und bilden einen markanten Auftakt an der südwestlichen Ecke des Quartiers.
Ein offenes, zweigeschossiges Eingangsfoyer mit Arkade schafft eine einladende Adresse und verbindet beide Stiegenhäuser. Ergänzt wird das Erdgeschoss durch gemeinschaftlich nutzbare Räume, einen flexibel anmietbaren Grätzl-Raum sowie Home-Office-Einheiten, die das Gebäude über seine Wohnfunktion hinaus als sozialen Treffpunkt im Quartier etablieren.
Das vielfältige Wohnungsangebot umfasst unterschiedlichste Typologien – von klassischen Familienwohnungen über barrierefreie Einheiten bis hin zu innovativen Atelierwohnungen und flexibel anpassbaren Wohnungsclustern. Großzügige Balkone, Terrassen und Loggien erweitern den Wohnraum ins Freie und orientieren sich differenziert an Park, Nachbarschaft und Sonnenverlauf. Die überwiegend zweiseitig belichteten Wohnungen sorgen für hohe Aufenthaltsqualität und ein angenehmes Raumklima.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft. Das Gebäude wird in einer ressourcenschonenden Holz-Hybridbauweise errichtet, bei der Tragwerk und Fassade konsequent voneinander getrennt sind. Vorgefertigte Holzfassaden, CO₂-reduzierter Beton sowie eine langlebige Aluminium-Lochblechfassade schaffen die Grundlage für ein flexibles und langfristig anpassbares Gebäude. Extensive Dachbegrünungen, Photovoltaikanlagen und umfassende Fassadenbegrünungen leisten einen wichtigen Beitrag zur Klimaanpassung und Biodiversität.
Auch die Freiraumgestaltung versteht sich als integraler Bestandteil des Projekts. Ein großzügiger, naturnaher Innenhof mit Spiel- und Aufenthaltsbereichen, klimaresilienten Baumpflanzungen sowie gemeinschaftlichen Terrassen fördert Begegnung und nachbarschaftliches Zusammenleben. Private Gärten und erhöhte Erdgeschosswohnungen schaffen zugleich geschützte Rückzugsorte mit hoher Wohnqualität.
Das Projekt verbindet architektonische Qualität, wirtschaftliche Effizienz und ökologische Verantwortung zu einem zeitgemäßen Gemeindebau. Durch flexible Grundrisse, innovative Konstruktion und vielfältige gemeinschaftliche Angebote entsteht ein nachhaltiges Wohnhaus, das auf die Anforderungen zukünftiger Generationen reagiert und einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung eines lebenswerten, klimaresilienten Stadtquartiers in Wien-Donaustadt leistet.





