Standort
Unterwaltersdorf, Niederösterreich
Baubeginn
03/2026
Geplante Fertigstellung
03/2028
Bruttogeschossfläche o.i.
14.395 m²
Wohnnutzfläche
10.020 m²
Wohnungen
117
Verantwortlicher Partner
Mark Gilbert
Projektteam
Anna Barbieri (Projektleitung), Leona Asrin Palantöken, Aleksandar Kyuliev
Auftraggeber
ÖVW
Visualisierungen
Patricia Bagienski
Unterwaltersdorf ist ein historisches Angerdorf im „Industrieviertel“ südlich von Wien. Hier befindet sich das Zimmermann-Areal – ein abgebautes Industriegelände zwischen zwei Flussläufen, nur wenige Schritte vom Ortsanger entfernt. Trotz seiner industriellen Prägung zeichnet sich das Areal durch einen wertvollen Altbaumbestand aus, den weitgehend als Naturdenkmal geschützt wird.
In dieser besonderen Lage zwischen Ortsanger und Flusslandschaft plant trans_city eine Wohnanlage mit Gemeinschaftseinrichtungen. Die lebendig gegliederten Baukörper greifen die Maßstäblichkeit der bestehenden Siedlungsstruktur auf und fügen sich feinfühlig in die parkartige Landschaft ein.
Das Projekt basiert auf dem zwischen 2018 und 2021 von trans_city ausgearbeiteten Masterplan für das Zimmermannareal. Hier wird das Areal in drei Baufelder – Nord, Mitte und Süd –ausparzelliert. Ein autofreies Wegenetz mit zwei Fuß- und Radwegachsen verbindet den Ortskern mit dem nahegelegenen Bahnhof. Flussufer und Baumbestand werden zu einem zusammenhängenden System gemeinschaftlicher Freiräume aufgewertet.
Für das Baufeld Mitte entwarf trans_city sechs Wohnhäuser mit 117 Einheiten. Je drei Gebäude bilden zwei zueinander versetzte Hofgefügen, die sich entlang der Flussschleife zu einem gemeinsamen Bauensemble verbinden. Die Nord-Süd-Wegachse trennt die Höfe, während Ost-West-Wegeverbindung, die nördlich des Ensembles liegt, das Quartier an die Straße anbindet.
Abgestufte Terrassen gliedern die Baukörper und schaffen für jede Wohnung einen privaten Freiraum. Texturierte und farblich nuancierte Putzfassaden verleihen den Gebäuden Tiefe und Maßstäblichkeit. Erhabene Mietergärten und niedrige, begrünte Mauern verankern die Wohnhöfe im umliegenden Grünraum.
Die Energieversorgungskonzept verbindet die Wasserkraft der ehemaligen Industrieturbine mit Photovoltaik, Grundwasser-Wärmepumpen und thermisch aktivierten Bauteilen. Dadurch wird das Projekt weitgehend energieautark; nur Spitzenlasten werden über das öffentliche Netz gedeckt.







